Das Sonnenkraftwerk Mont-Soleil nahm im Februar 1992 als damals grösste Photovoltaikanlage Europas den Betrieb auf. Die Anlage hat eine Nennleistung von 560 kW und speist jährlich etwa 550 MWh Strom ins Netz ein. Damit deckt das Kraftwerk den Jahresverbrauch von etwa 120 Haushalten. Seit seiner Inbetriebnahme hat das Kraftwerk über 10 GWh Strom produziert. Die ins Sonnenkraftwerk investierte «graue Energie» von ca. 4,4 GWh ist folglich bereits mehrfach amortisiert. Die energetische Amortisationszeit für die gesamte Anlage betrug damit acht Jahre. Primär dient die Anlage jedoch nicht der Produktion, sondern der Forschung und Entwicklung.

Im Sinne der Umweltverträglichkeit wurde auch der nachhaltigen Landnutzung Rechnung getragen. Zwischen den Solarmodulen lebt eine Herde Schafe. Somit kann das Land weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Die Schafe halten ausserdem das Gras kurz und ersetzen damit eine teure Landschaftspflege der Anlage.

Eine Herde Schafe lebt zwischen den Solarmodulen

Zahlen und Fakten

Baujahr 1992
Nennleistung 560 kW Wechselstrom
(bei optimaler Sonneneinstrahlung)
Jahresproduktion 500-600 MWh
(40% im Winter, 60% im Sommer)
Solarzellenfläche 4575 m2
Landfläche 20 000 m2
Solarzellen Silizium, monokristallin
Siemens Solar Industries (USA)
Anstellwinkel 50°, optimiert für Winterproduktion
Betriebsspannung 840 V
Spannung ab Trafo 16 000 V Wechselstrom
Wechselrichter 12 Puls, selbstgeführt
ABB Drives AG, Turgi
Wirkungsgrade Solarzellen: 12-13%
Wechselrichter: 96%
Gesamtanlage: 11,5%
Performance Ratio 72%
Investitionskosten CHF 8,7 Mio
(Anteil der Solarzellen: 44%)