Enairys: Energiespeicherung durch Druckluft

Solarstrom fällt sehr ungleichmässig an. Um die Stromproduktion dem Verbrauch anzupassen, muss die überschüssige Energie zwischengespeichert werden. Die Firma Enairys Powertech SA hat ein innovatives Verfahren der Speicherung mittels Druckluft entwickelt, welches nun zur kommerziellen Anwendung gebracht werden soll.

Im 2012 wird ein erster Prototyp mit einer Leistung von 10 kW auf dem Mont-Soleil für einen Pilotversuch und zur Demonstration aufgestellt. Vorgesehen ist, dass ein Teil der vom Solarkraftwerk produzierten Energie gespeichert wird und dann z.B. nach Sonnenuntergang wieder abgegeben werden kann. Mehr dazu...

 

Kürzestfrist-Einspeisevorhersagen für Solarstrom

Photovoltaikanlagen (PVA) reagieren sehr schnell auf Änderungen der Sonneneinstrahlung durch Wolkenbewegungen. Das Projektziel ist die Messung von kurzzeitigen Änderungen in der Stromproduktion durch PVA. Die gesammelten Daten werden evaluiert um den Gleichzeitigkeitsfaktor geografisch verteilter Anlagen für verschiedene Wetterverhältnisse zu ermitteln. Die Daten können ausserdem für Netzsimulationen, Studien zum Thema «Smart Grids» (intelligente Netze) und für Fragestellungen bezüglich der lokalen Energiespeicherung verwendet werden. Dies sollte – im Hinblick auf einen starken Ausbau der Photovoltaik – eine bessere Identifikation und Beurteilung von Netzproblemen ermöglichen. Mehr dazu...

 

Testfeld für Solarmodule

Das Testfeld für Solarmodule dient heute primär dazu, den Besuchern die verschiedenen photovoltaischen Technologien aufzuzeigen. Mittels Digitalanzeigen wird die erzeugte Leistung der Solarmodule in Watt pro Quadratmeter angezeigt. Die Messwerte werden registriert. Dadurch lassen sich Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Modultypen unter den unterschiedlichen Wetterbedingungen ziehen.

 

Thermografische Analyse zur Lokalisierung von Defekten

Die Überprüfung grosser Photovoltaikanlagen ist auf Grund der grossen Anzahl von Modulen und Strängen sehr aufwändig. Die Thermografie bzw. Infrarot-Fotografie bietet heute die Möglichkeit, rasch auch grosse Modulflächen zu überprüfen. Unregelmässigkeiten wie Stromunterbrüche, „Hot Spots“bei defekten Zellen und ähnliches ergeben charakteristische Unterschiede in der Oberflächentemperatur der Module. Diese können mit Hilfe einer Thermografiekamera aufgespürt werden.

 

MobiCat: Weltgrösstes Solarschiff

Neben der Forschung hat die Gesellschaft Mont-Soleil von Anfang an viel Wert darauf gelegt, die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten der Photovoltaik in der Schweiz zu informieren. Im Jahr 1999 entschied sie die auf dem Mont-Soleil gewonnenen Erkenntnisse in einem konkreten Projekt umzusetzen. Die Expo.01 bot dazu einen idealen Rahmen. Ziel war es, die Öffentlichkeit an einer noch neuen Technologie teilhaben zu lassen. Aus dieser Vision entstanden die Pläne für das weltgrösste Solarschiff.

In den letzten 10 Jahren haben 40‘000 Personen eine Fahrt auf dem weltgrössten Solarschiff erlebt. Betrieblich und energietechnisch zuverlässig hat das Solarschiff über 20‘000 Kilometer zurückgelegt und dabei im Vergleich zu einem Dieselschiff rund 100 Tonnen CO2 gespart.

Weitere Informationen:

MobiCat auf der Website der BKW Energie AG

Bielersee Schifffahrtsgesellschaft

 

Solar Impulse

Ab 2012 will der Schweizer Bertrand Piccard die Welt in einem Solarflugzeug umrunden, ohne einen Tropfen Treibstoff zu verbrennen. Die Gesellschaft Mont-Soleil unterstützt das Projekt Solar Impulse im Rahmen ihrer Forschungstätigkeit. Dazu leistete sie Unterstützung zu den folgenden Themen: Bewölkung und Strahlung, Maximum power point tracker (elektronische Spezialgeräte), Solarzellenmessungen auf dem Jungfraujoch, Thermografische Analysen.

Weitere Informationen: Solar Impulse

 

Langzeitverhalten von netzgekoppelten Photovoltaikanlagen

Dieses von der HTA Burgdorf, Prof. Dr. H. Häberlin, geleitete Projekt befasst sich mit der Untersuchung des Langzeitverhaltens von netzgekoppelten Photovoltaikanlagen (PVA). Es sollen Erkenntnisse über das Alterungsverhalten der verschiedenen PV-Komponenten in der praktischen Anwendung gewonnen werden. Die HTA Burgdorf führt seit mehreren Jahren an einer grösseren Anzahl von PVA (bis zu 36 Anlagen) Langzeitmessungen durch. Mit dem Einbezug des Sonnenkraftwerks Mont-Soleil erhält man wegen der grossen Zahl der installierten Module verfeinerte und statistisch besser abgestützte Resultate.

 

Internationale Energieagentur (IEA): Photovoltaic Power Systems Programme

Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit unterstützt die Gesellschaft Mont-Soleil das Photovoltaic Power Systems Programme der Internationalen Energieagentur (IEA-PVPS). IEA-PVPS gilt als bedeutendes, global operierendes Programm, welches insgesamt 22 Länder auf dem Gebiet der Photovoltaik in einem weltweiten Netzwerk zusammenfasst. Die Resultate aus dem IEA-PVPS Programm erscheinen als zahlreiche Publikationen, Bücher, Workshops, Konferenzen und Datenbanken. Diese sind auch über die Website der IEA zugänglich.

Weitere Informationen: Website des IEA-PVPS